Naturgefahren

Naturgefahren schliessen alle Prozesse und deren Einwirkungen der Natur ein, die für den Menschen und für Sachwerte schädlich sein können. Grössere Naturereignisse mit entsprechenden Schäden hat es in der Schweiz schon immer gegeben und wird es auch in Zukunft wieder geben.

Gravitative Naturgefahren

Gravitative Naturgefahren treten nicht überall auf, sondern weisen eine ausgeprägte Standortgebundenheit auf. Ihr Hauptantrieb ist die Gravitationskraft und das Wirkungsgebiet wird in den meisten Fällen durch die Topographie begrenzt. Entsprechend liegen Bereiche hoher Gefährdung und Bereiche ohne Gefährdung oft sehr nahe nebeneinander. Diese Gefahrenarten besitzen daher auch eine hohe raumplanerische Bedeutung.

 

Folgende gravitativen Naturgefahren sind in Graubünden ausschlaggebend:

 

Lawine

 

Meteorologische Naturgefahren

Meteorologische Naturgefahren treten überall auf und es kann ihnen im Raum nicht ausgewichen werden. Entsprechend ist auch jedes Gebäude diesen Gefahren, wenn auch unterschiedlich stark, ausgesetzt. Dabei handelt es sich um direkte Gefahren aus kurzzeitigen Wetterphänomenen welche sich nicht beeinflussen und nur diffus abgrenzen lassen.

 

Folgende meterologischen Naturgefahren sind in Graubünden ausschlaggebend:

 

Schneedruckschaden

 

Tektonische Naturgefahren

Tektonische Naturgefahren treten vermehrt an den Randbereichen der tektonischen Platten auf und es kann ihnen im Raum nur bedingt ausgewichen werden. Entsprechend ist auch jedes Gebäude diesen Gefahren, wenn auch unterschiedlich stark, ausgesetzt.

 

Folgende tektonische Naturgefahr ist in Graubünden ausschlaggebend:

 

Die Erdbeben in der Schweiz sind primär die Folge des Aufeinanderprallens der europäischen und der afrikanischen Lithosphärenplatten der Erdkruste. Gemäss den Angaben des Schweizerischen Erdbebendienstes (SED) ereignet sich im Kanton Graubünden durchschnittlich alle dreissig bis vierzig Jahre ein Erdbeben, welches mindestens leichte Gebäudeschäden verursacht. Eine erhöhte Aktivität ist vor allem im Unterengadin, im Münstertal und in Mittelbünden zu verzeichnen. Im Vergleich dazu ist das westliche Graubünden seismisch eher ruhig.

 

Im Kanton Graubünden sind Gebäude nicht automatisch gegen Schäden durch Erdbeben versichert. Die Gebäudeversicherung Graubünden führt jedoch mit 16 anderen kantonalen Gebäudeversicherungen einen Fonds, den Erdbebenpool. Dieser Fonds übernimmt bei heftigen Ereignissen freiwillig einen Teil der Schäden und kann damit zur existenziellen Sicherung von Erdbebengeschädigten beitragen.

 

Aktuelle Naturgefahrensituation in der Schweiz

Wetter-Alarm

Wetter Alarm

 

Naturgefahrenbulletin des Bundes

 

 

Schweizerischer Erdbebendienst

 

Schweizerischer Erdbebendienst